Brüsseler Lobbymoloch & europäische Demokratie?

Brüsseler Lobbymoloch & europäische Demokratie?

Wie funktioniert Lobbying in der Eu? Alles starrt auf Brüssel – gemeinsam mit Studierenden der Universität Passau wage ich einen neuen Blick auf Interessenvertretung in der Europäischen Union, unter Einschluss von Berlin.

Das Proseminar an der Uni Passau behandelt Interessenvertretung im Mehrebenensystem Europäischen Union. Besonderes Augenmerk gilt der Europäisierung des Handelns von EU-Akteuren seit der Einführung des Binnenmarktes vor fast 20 Jahren. Zunächst gilt eine theoretische Einordnung dem Begriff “Europäisierung”, der immer häufiger den Begriff “europäische Integration” ersetzt und neben der Politik auch Wirtschaft und Gesellschaft verändert. Deshalb werden zusätzlich Begriffe wie Interessengruppen, Zivilgesellschaft und Lobbyismus definiert. Während des Seminars wird untersucht, wie sich der institutionelle und rechtliche Rahmen der Europäischen Union und der Mitgliedstaaten in Bezug auf partizipatorische Demokratie und “better regulation” entwickelt. Der neue Art. 11 EUV soll eingehend interpretiert werden. Das praktische Lobbying in Brüssel und Berlin wird anschließend miteinander verglichen. In einem letzten Schritt werden Antworten deutscher Europapolitik Rechtsetzung auf die Europäsierung untersucht. Praxisbeispiele zur europäischen Interessenvertretung und -Kommunikation werden im deutschen Kontext erörtert.

Zur Beschreibung Lehrveranstaltung Uni Passau