Berlin/Brandenburg

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Pilgern ausgerechnet in Berlin

Ich wusste es nicht. Mitten in Berlin gibt es markierte Wanderwege. Im August 2016 ging es auf dem Nord-Süd-Wanderweg in Berlin-Mitte los. Natürlich hat das alles nichts mit Pilgerwegen zu tun. Aber in Berlin begannen schon erstaunliche Einblicke auf eine unbekannte Welt, in Hinterhöfe, (un-)belebte Ecken und freie Natur. Der Senat hat sich viel Mühe gemacht, irgendwelche Schleichpfade zwischen Kleingärten und Gleisanlagen als Wanderwege auszuzeichnen. Aber gerade deshalb werden beim Pilgern in Berlin selbst Gewerbegebiete, Autobahnen und Gleisanlagen Berlins interessant. Es gibt ja sonst nichts zu sehen. Ein Highlight des ersten Tages: Berlins größte Photovoltaik-Anlage.

An dieser Stelle muss gesagt werden, woran ich mich bei meinem Projekt festhalte. Empfehlenswert ist Jakobswege in Europa. Einzelne Wege füge ich via komoot nach und nach in das Handy-Navi ein. Für Berlin heißt das, dass ich dem Vorschlag gefolgt bin, auf der „Via Imperii“ Richtung Stahnsdorf nach Süden zu wandern. Der Name ist natürlich mitten in Berlin mehr als übertrieben.

Spannender ist, dass irgendwann an der Stadtgrenze vom alten Westberlin dieser „Pilgerweg“ auf den Mauerweg mündet, was selbstverständlich auch nie ein Pilgerweg war. Aber immehin hat hier am ehemaligen Todestreifen jemand eine erste Jakobsmuschel-Wegmarke an eine Laterne geklebt.

Wie überall „an der alten Mauer“ ist die Natur wie neugeboren. Auch die anschließenden ersten Schritte im Brandenburgischen führen durch eine erstaunlich abwechslungsreiche Vorstadtlandschaft. Die ersten Kirchen lassen es sich blicken, natürlich stets verschlossen, es wird noch viele Kilometer brauchen, bis offene Kirchen selbstverständlich werden. Nach Stahnsdorf kommt das erste Mal ein besinnliches Pilgergefühl auf. Auf dem Weg nach Potsdam, führt der Weg durch den zweitgrößten Friedhof Deutschlands. Es wirkt wie ein riesiger vergessener Père Lachaise mitten in der Taiga. In Babelsberg mit der S-Bahn zurück nach Berlin.

Dann kommt Potsdam, was der „Jakobsweg“ gleich von seiner schönsten Seite heranführt. Durch Villenviertel und Schlösser- und Seenlandschaft führt der Weg an der Glienicker Brücke, ein Symbol zur Überwindung des Trennenden, vorbei.

Dann kommt Potsdam
In Potsdam zurück mit der Bahn nach Berlin.

Übernachtung im Kloster Lehnin.

Übernachtung in Brandenburg Hotel.

In Kirchmöser mit der Bahn zurück nach Berlin.

Übernachtung im Schloss Plaue.

Übernachtung im Kloster Jerichow.

Schneesturm…

 

Rückfahrt mit der Bahn nach Berlin.

 

Dann kommt Potsdam, was der „Jakobsweg“ gleich von seiner schönsten Seite heranführt. Durch Villenviertel und Schlösser- und Seenlandschaft führt der Weg an der Glienicker Brücke, ein Symbol zur Überwindung des Trennenden, vorbei.

Dann kommt Potsdam
In Potsdam zurück mit der Bahn nach Berlin.

Übernachtung im Kloster Lehnin.

Übernachtung in Brandenburg Hotel.

In Kirchmöser mit der Bahn zurück nach Berlin.

Übernachtung im Schloss Plaue.