Europa lĂ€sst sich nicht mit einem Organigramm erklĂ€ren. Wer verstehen will, wie die EuropĂ€ische Union tatsĂ€chlich funktioniert, muss nicht nur auf Kommission, Parlament und Rat schauen. Man muss auch wissen, wo Kompromisse vorbereitet, Mehrheiten organisiert und Gesetze faktisch ausgehandelt werden: in AusschĂŒssen, Ratsarbeitsgruppen und in informellen Trilogen, fast nie in „ordentlichen Gesetzgebungsverfahren“. Genau deshalb habe ich mich ĂŒber die neue Ausgabe der âInformationen zur politischen Bildungâ zur EuropĂ€ischen Union besonders gefreut. Gerne habe ich das Heft als fachlicher Gutachter begleitet und meine praktischen Erfahrungen aus EU-Gesetzgebung und Interessenvertretung eingebracht. Herzlichen Dank an die Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung fĂŒr das Vertrauen und den offenen Austausch. Die eigentliche Arbeit leisteten selbstverstĂ€ndlich die Autorin Eva G. Heidbreder und die Redaktion. Ich durfte mitdenken, nachfragen und an einigen Stellen dafĂŒr werben, die EuropĂ€ische Union nicht nur so darzustellen, wie sie in den VertrĂ€gen beschrieben wird, sondern auch so, wie sie in der politischen Praxis funktioniert.
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