Lobbyismus in Brüssel und Berlin

Staatliche und nichtstaatliche Interessenvertretung im Mehrebenensystem

Im Proseminar soll den Zusammenhang zwischen grenzüberschreitendem Lobbyismus und Public Diplomacy in der Gesetzgebung des Mehrebenensystems Europäische Union kritisch untersucht werden – unter Einschluss nationaler Europapolitik in Berlin.

Wird Lobbyismus langläufig als Einflussnahme durch Wirtschaftsinteressen auf die Politik definiert, so wird auf der anderen Seite propagiert, über Interessenvertretung eine pluralistische Demokratie in der EU stärken zu können. Im Seminar wird neben dem Lobbyismus in der EU-Gesetzgebung auch das „Antichambrieren“ mitgliedstaatlicher Diplomatie behandelt. Im Seminar werden auch Begriffe und Konzepte wie Zivilgesellschaft und Partizipative Demokratie kritisch reflektiert.

Referate bieten im Seminar eine erste Grundlage zur Diskussion. Über ein erstes Blockseminar-Wochenende im Mai hinweg bildet Gruppenarbeit (insb. Problemorientiertes Lernen) den Kern der Wissensvermittlung und -aufbereitung. Mit Hilfe von Twitter- und Wikipedia-Accounts werden die Studierenden möglichst praxisnahe Einblicke in die Möglichkeiten von Public und Digital Diplomacy erhalten.

Zum Abschluss und zur Evaluierung wird eine Blockveranstaltung in Berlin angeboten, mit Besuchen bei Interessensvertretungen, bei der Vertretung der Europäischen Kommission, der Bundesregierung und dem Bundestag.

Neben der wissenschaftlichen Arbeit werden auch alternative Instrumente des „Learning by doing“ vermittelt. Hierzu gehört auch die aktive Anwendung von Web 2.0.

Als Leistungsnachweis erfolgt durch Hausarbeit (ca. 15 Seiten).

Ein Leistungsnachweis ist nur möglich, wenn in der Enzyklopadie Wikipedia substanzielle Änderungen zum jeweiligen Thema vorgenommen und nachgewiesen wurden.