{"id":905,"date":"2014-05-18T18:28:05","date_gmt":"2014-05-18T16:28:05","guid":{"rendered":"http:\/\/huettemann.eu\/?p=905"},"modified":"2022-01-05T18:48:00","modified_gmt":"2022-01-05T18:48:00","slug":"was-ist-europaeisierung-ein-abgrenzungsversuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/huettemann.eu\/de\/2014\/05\/was-ist-europaeisierung-ein-abgrenzungsversuch\/","title":{"rendered":"Was ist Europ\u00e4isierung? Ein Abgrenzungsversuch"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p align=\"right\"><em>\u201eIf everything is Europeanized to a certain degree, what is not Europeanized?\u201d<\/em><a title=\"\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Die Europa-Forschung besch\u00e4ftigt sich nun schon seit fast 60 Jahren mit Entwicklungen und Integrationsprozessen rund um die fr\u00fchere Wirtschaftsgemeinschaft, sp\u00e4tere Europ\u00e4ische Gemeinschaft (EG) und heutige Europ\u00e4ische Union. Besch\u00e4ftigte man sich seit Gr\u00fcndung der EG mit den M\u00f6glichkeiten und Chancen der europ\u00e4ischen Integration, kam sp\u00e4testens Mitte der 80er Jahre die Frage auf, welche Konsequenzen die steigende Souver\u00e4nit\u00e4ts\u00fcberschreibung und die Schaffung europ\u00e4ischer Institutionen f\u00fcr die Nationalstaaten haben k\u00f6nnten.<\/strong><\/p>\n<p>Der Begriff \u201eEurop\u00e4isierung\u201c erschien schon vorher auf der tagespolitischen Agenda, jedoch entwickelte er sich erst ab Anfang der 90er zunehmend zu einem Forschungstrend, den man heutzutage kaum mehr umgehen kann, besch\u00e4ftigt man sich mit dem Themengebiet Europa. Teil der Europaforschung sind weitgehende empirische Studien, die die Wirkungsmechanismen und Prozesse im europ\u00e4ischen Kontext untersuchen sollen. Grundlage der empirischen Europaforschung sind Konzepte, die generalisierende Aussagen \u00fcber die Realit\u00e4t bereitstellen sollen, um sp\u00e4ter diese Realit\u00e4t zu untersuchen. \u00a0Dieses Essay besch\u00e4ftigt sich mit der Frage, was Europ\u00e4isierung bedeutet und ob oder wie man den Begriff von dem schon l\u00e4nger untersuchten Begriff der europ\u00e4ischen Integration abgrenzen muss.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst ist es f\u00fcr dieses Essay notwendig einen Rahmen festzulegen, in dem der Begriff Europ\u00e4isierung betrachtet wird. Denn die Suche nach einer passenden Definition f\u00fcr Europ\u00e4isierung l\u00e4sst deutlich werden, dass es sich hierbei keineswegs um einen konsensgest\u00fctzten Begriff handelt, sondern die Europ\u00e4isierungsforschung ein h\u00f6chst umstrittenes Forschungsfeld ist. Erste Uneinigkeiten bei der Konzeptionierung lassen sich bereits im Verst\u00e4ndnis des Begriffes Europas und seiner Reichweite finden. Bezieht sich Europ\u00e4isierung nur auf den politischen Herrschaftsraum der EU oder aber auch auf das geographische Konstrukt Europa? Der Versuch einer Abgrenzung von Beate Kohler-Koch, die von einer \u201eEU-isierung\u201c sprach, scheiterte sowohl an seiner grammatikalischen Ungenauigkeit als auch an der Frage, ob Europ\u00e4isierungseffekte nur in EU-Staaten auftreten oder nicht<a title=\"\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> (Beichelt: 21). Aufgrund der jungen Geschichte der Europ\u00e4ischen Union, der Erweiterungen, der Vertiefungen und der verschiedenen Wirkungsrichtungen der europ\u00e4ischen Integration f\u00e4llt es schwer Ver\u00e4nderungen und Prozesse auf europ\u00e4ischer Ebene, aber auch in den Mitgliedsstaaten, in ein einziges Referenzmodell der Europ\u00e4isierung zu fassen. Claudio Radaelli kritisiert dieses Problem der Einrahmung der Europ\u00e4isierung als konzeptionelle Schlampigkeit und sieht es als eines der Hauptprobleme der Europ\u00e4isierungsforschung an<a title=\"\" href=\"#_ftn3\">[3]<\/a>. Allgemeiner Konsens herrscht nur dorthin gehend, dass Europ\u00e4isierung etwas mit dem Vordringen europ\u00e4ischer Prozesse und Dimensionen in die nationalen Politics- und Policyebenen zu tun hat. Um einen Rahmen f\u00fcr dieses Essay zu gestalten, wird insbesondere auf die Prozesse, die nur unmittelbar mit der Europ\u00e4ischen Union und seinen Wirkungsprozessen zusammenh\u00e4ngen, eingegangen.<\/p>\n<p>Bei der Ann\u00e4herung an verschiedene Definitionen des Begriffs Europ\u00e4isierung st\u00f6\u00dft man unweigerlich auch auf das Konzept der europ\u00e4ischen Integration. Im Begriffslexikon der Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung ist Europ\u00e4ische Integration wie folgt definiert:<\/p>\n<blockquote><p>Bezeichnung f\u00fcr die immer engere Zusammenarbeit europ\u00e4ischer Staaten, die Entwicklung der Gemeinschaft von der Montanunion (1952) bis zur EU von heute und den prinzipiell nicht abgeschlossenen Prozess der europ\u00e4ischen Einigung. Die europ\u00e4ische Integration ist durch eine Reihe von Erweiterungen (Aufnahme neuer Mitglieder) und Vertiefungen (Intensivierung der Zusammenarbeit) gekennzeichnet. Sie beruht auf supranationaler und intergouvernementaler Zusammenarbeit.<a title=\"\" href=\"#_ftn4\">[4]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Der Prozess der europ\u00e4ischen Integration beschreibt also die Werdung der Europ\u00e4ischen Union und die Entwicklung der Mitgliedsstaaten auf dem Weg zum heutigen Gebilde der EU, wobei insbesondere sukzessive Souver\u00e4nit\u00e4tsabtretungen der Mitgliedsstaaten auf die EU eine Rolle spielen. Besch\u00e4ftigt man sich mit diesem Prozess, versucht man das entstehende politische System auf der europ\u00e4ischen Ebene zu erkl\u00e4ren<a title=\"\" href=\"#_ftn5\">[5]<\/a>. Auch viele Definitionen des Begriffs Europ\u00e4isierung beziehen sich auf diesen Prozess. So wurde Europ\u00e4isierung zun\u00e4chst auch als \u201eEuropa-Werdung\u201c verstanden und in dieser Hinsicht von Thomas Lawton schlicht als der \u201ede-jure Transfer von Souver\u00e4nit\u00e4t auf die europ\u00e4ische Ebene in bestimmten Politikfeldern\u201c bezeichnet<a title=\"\" href=\"#_ftn6\">[6]<\/a>. Er betrachtet also Europ\u00e4isierung als die formale Entstehung von EU-Kompetenzen. In die gleiche Richtung geht die viel zitierte Definition von Thomas Risse, Maria Green Cowles und James Caporaso:<\/p>\n<blockquote><p>We define Europeanization as the emergence and the development at the European level of distinct structures of governance, that is, of political, legal, and social institutions associated with political problem solving that formalizes interactions among the actors, and of policy networks specializing in the creation of authoritative European rules.<a title=\"\" href=\"#_ftn7\">[7]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Betonung des \u201eEuropean level\u201c und der \u201ecreation of rules\u201c verdeutlicht den Fokus auf die europ\u00e4ische Ebene, da dieses Konzept auch die Entstehung und Politikformulierung auf eben dieser Ebene umfasst.<br \/>\nAllerdings entwickelte sich schon Anfang der 1990er Jahre eine Ausdifferenzierung, da die Frage nach den Auswirkungen europ\u00e4ischer Politik auf die Mitgliedsstaaten lauter wurde und es nach einem neuen Konzept verlangte, das sich mit den Wirkungsmechanismen der europ\u00e4ischen Institutionen besch\u00e4ftigt. Europ\u00e4isierung sollte genauer definiert werden und einen h\u00f6heren Anspruch haben als die Entstehung von Institutionen und Politik auf einer supranationalen Ebene. Als Folge dieses Wandels konzentrierte sich die Europ\u00e4isierungsforschung gezielt auf politische Ver\u00e4nderungen auf nationaler Ebene, also in den Mitgliedsstaaten, die aufgrund europ\u00e4ischer Prozesse und Politik angesto\u00dfen wurden. Die R\u00fcckwirkung europ\u00e4ischer Politik wurde somit ins Zentrum der Forschung gestellt und f\u00fchrte zu folgender Definition von Maarten Vink:<\/p>\n<blockquote><p>Europeanisation is always (to a certain extent) a process of domestic political change caused (somehow) by processes of European integration.<a title=\"\" href=\"#_ftn8\">[8]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Damit handelt es sich also laut Vink bei Europ\u00e4isierung um eine Prozessbeschreibung von innerstaatlichem Wandel, der durch Integrationsph\u00e4nomene initiiert wurde, die von der europ\u00e4ischen Ebene ausgehen. Auch Tanja B\u00f6rzel beschreibt Europ\u00e4isierung als einen Prozess \u201eby which domestic policy areas become increasingly subject to European policy-making\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn9\">[9]<\/a> und bezieht sich somit explizit darauf, was geschieht, wenn eine Kompetenz\u00fcbertragung auf Br\u00fcssel stattgefunden hat. Die bereits vorgestellten Europ\u00e4isierungskonzepte machen deutlich, dass die Europ\u00e4isierungsforschung eng mit dem Forschungsgebiet der Europ\u00e4ischen Integration verbunden ist, sich in den letzten zwanzig Jahren aber herauskristallisiert hat, dass der Europ\u00e4isierungsansatz eine Art Ausgliederung aus dem weiten Konzept der Europ\u00e4ischen Integration und somit eigenst\u00e4ndig ist<a title=\"\" href=\"#_ftn10\">[10]<\/a>. Eine Gleichsetzung ist daher heute im politikwissenschaftlichen Zusammenhang nicht mehr m\u00f6glich.<br \/>\nEin Problem der eben vorgestellten Konzepte von Vink und B\u00f6rzel ist die sehr weite Formulierung des Begriffs Europ\u00e4isierung. Besonders die Definition von Tanja B\u00f6rzel erfordert eine Spezifizierung in der Art, wie sich die Beeinflussung durch europ\u00e4ische Politik in nationalen Politikbereichen auswirkt<a title=\"\" href=\"#_ftn11\">[11]<\/a>.<br \/>\nBei der Suche nach einem Konzept, das eine umfangreichere Erkl\u00e4rung abgibt, aber seinen Fokus auch auf den Nationalstaat als Ziel von Europ\u00e4isierung setzt, st\u00f6\u00dft man auf die erste und viel zitierte Definition des Europ\u00e4isierungsprozesses von Robert Ladrech aus dem Jahre 1994:<\/p>\n<blockquote><p>Incremental process re-orienting the direction and shape of politics to the degree that EC political and economic dynamics become part of the organizational logic of national politics and policy-making.<a title=\"\" href=\"#_ftn12\">[12]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Ladrech betont in seiner Definition, dass Europ\u00e4isierung hier als Prozess verstanden werden muss, bei dem sich nationale Politikgestaltung, aufgrund von adaptiven Prozessen, zunehmend an politischen und \u00f6konomischen Entwicklungen auf der supranationalen Ebene der EU orientiert. Hierbei hebt er besonders die Rolle von Adaption, Lernen und der M\u00f6glichkeit eines Richtungswechsels von Politik hervor.<br \/>\nAufgegriffen und weiterentwickelt hat diese Definition Claudio Radaelli, und damit das bisher weitreichendste Europ\u00e4isierungskonzept entwickelt. Mit seinem Konzept entwickelte er nicht nur einen klaren Analyserahmen f\u00fcr empirische Untersuchungen des Gegenstands der Europ\u00e4isierung, sondern er greift auch verschiedene Theorieans\u00e4tze der Europ\u00e4isierungsforschung auf und vereint sie in einem Konzept<a title=\"\" href=\"#_ftn13\">[13]<\/a>. Letzteres ist sehr anspruchsvoll, da, wie man sich auf Grund der Vielzahl von verschiedenen Europ\u00e4isierungskonzepten erschlie\u00dfen kann, es bisher auch noch keine vollkommen ausgearbeitete und allgemein anerkannte Theorie gibt. Obwohl es schon eine F\u00fclle von empirischen Studien zum Forschungsfeld gibt, kann man in der Europ\u00e4isierungsforschung bisher allenfalls von Theorieans\u00e4tzen sprechen. Radaelli definiert Europ\u00e4isierung als:<\/p>\n<blockquote><p>Process of (a) construction, (b) diffusion, and (c) institutionalization of formal and informal rules, procedures, policy paradigms, styles, \u2018ways of doing things\u2019, and shared beliefs and norms which are first defined and consolidated in the making of EU public policy and politics and then incorporated in the logic of domestic discourse, identities, political structures, and public policies.<a title=\"\" href=\"#_ftn14\">[14]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Bei der Formulierung dieser Definition hatte Radaelli den Anspruch den Begriff Europ\u00e4isierung klar von dem Konzept der Europ\u00e4ischen Integration zu trennen. Er betont die Bedeutung des Wandels der Logik nationalen politischen Handelns als einen Prozess. Hierbei f\u00fchrt er jedoch nicht nur die verschiedenen Stadien dieser Ver\u00e4nderung an, sondern auch die Richtung des Prozesses<a title=\"\" href=\"#_ftn15\">[15]<\/a>. So werden im ersten Schritt die unterschiedlichen Elemente politischen Handelns auf der EU-Ebene verankert und flie\u00dfen dann im zweiten Schritt in die \u201elogic of domestic discourse\u201c ein und ver\u00e4ndern diese. Anders als die vorherigen Konzepte bindet Radaelli sowohl die Politikwerdung auf europ\u00e4ischer Ebene(,) als auch deren R\u00fcckwirkung auf die nationale Ebene in sein Europ\u00e4isierungskonzept mit ein. Zudem ist sein Konzept sehr viel ausf\u00fchrlicher formuliert als zum Beispiel das von Ladrech. Er benennt explizit, auf welche Elemente die EU Einfluss nimmt, n\u00e4mlich auf \u201erules, procedures, policy paradigms, styles, \u201aways of doing things\u2018, and shared beliefs and norms\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn16\">[16]<\/a>, was darauf hinweist, dass f\u00fcr Radaelli Wandel auf nationalstaatlicher Ebene eine abh\u00e4ngige und zu erkl\u00e4rende Variable in einer Kausalkette darstellt. Allerdings bedeutet die Ausf\u00fchrlichkeit des Konzepts von Radaelli auch, dass der Analyserahmen, in dem gearbeitet werden kann, sehr viel enger gesteckt ist als bei den vorherigen Konzepten. In der wissenschaftlichen Debatte wird dies immer wieder thematisiert und einige Theoretiker kritisieren, dass viele Begriffsbeschreibungen nur Relevanz f\u00fcr einzelne Studien haben. Radaelli h\u00e4lt dem entgegen, dass eine allgemeine Definition des Begriffs Europ\u00e4isierung nicht erforderlich sei, um die wissenschaftliche Diskussion \u00fcber Europ\u00e4isierungskonzepte weiterzuf\u00fchren. Seiner Meinung nach ist es je nach Forschungsgegenstand notwendig ein Konzept zu formulieren, das als Grundlage f\u00fcr weitere Studien dienen soll, jedoch keinen Universalanspruch haben sollte.<\/p>\n<p>Im Laufe der Vorstellung und Debatte der verschiedenen Begriffsbeschreibungen der Europ\u00e4isierung wurde deutlich, dass es kaum m\u00f6glich ist ein einheitliches Konzept der Europ\u00e4isierung zu schaffen, dies jedoch auch oft gar nicht erw\u00fcnscht ist. Aufgrund der Problematik des Begriffes selbst, besonders in Bezug auf die Frage, wie Europa definiert ist, kann meiner Meinung nach keine bisherige Definition den Anspruch erheben alle Dimensionen der Europ\u00e4isierung abdecken zu k\u00f6nnen. Der Anspruch, die Europ\u00e4isierungsforschung als ein von dem Forschungsfeld der Europ\u00e4ischen Integration abgekoppelten Ansatz anzusehen, hat sich in den letzten f\u00fcnfzehn Jahren noch verst\u00e4rkt. Trotz der engen Verbindung beider Ph\u00e4nomene beschreibt Europ\u00e4isierung nun eine viel weitgehendere Dimension in Hinblick auf Europa und seine Wirkungsprozesse.<br \/>\nAufgrund der jungen Geschichte der Europ\u00e4isierung und der Europaforschung insgesamt ist es meiner Meinung nach nat\u00fcrlich, dass viele verschiedene Europ\u00e4isierungskonstrukte parallel verwendet werden. Laut Radaelli kann dies sogar ein Vorteil sein, weil gerade durch verschiedene Beschreibungen die wissenschaftliche Debatte um Perspektiven und Prozesse der Europ\u00e4isierung am Leben gehalten wird und daf\u00fcr sorgt, dass das junge Forschungsfeld dynamisch bleibt. Eben weil die Europ\u00e4isierungsforschung noch ein sehr junges Forschungsfeld ist und besonders auch weil der Prozess der Europ\u00e4ischen Integration und seine Auswirkungen ein einzigartiges Ph\u00e4nomen sind, ist es von Vorteil, verschiedene Ans\u00e4tze zu erforschen und so auf einem viel weiteren Feld zu Ergebnissen zu kommen.<br \/>\nInsgesamt ist somit festzuhalten, dass es zwar von gro\u00dfer Bedeutung ist zu versuchen ein allgemein g\u00fcltiges Europ\u00e4isierungskonzept zu entwickeln, letztendlich aber aufgrund des so weit gefassten Forschungsfeldes verschiedene Konzepte von Vorteil sein k\u00f6nnen. Letztendlich ist jedoch sicher, dass es, im Hinblick auf die hohe Wandlungsf\u00e4higkeit der Europ\u00e4ischen Union, wichtig ist, dass auch die sich damit besch\u00e4ftigenden Konzepte flexibel bleiben.<\/p>\n<p><em>Meinungsartikel von Vanessa Mertens, Passau<\/em><br \/>\n<em>6. Mai 2014<\/em><\/p>\n<p>Der Artikel entstand im Rahmen des Proseminars\u00a0<strong>Interessenvertretung in der Europ\u00e4ischen\u00a0<\/strong><br \/>\n<strong>Union<\/strong>\u00a0an der Universit\u00e4t Passau (Wintersemester 2013\/14).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><b>Literaturverzeichnis<\/b><\/h2>\n<ul>\n<li>Auel, Katrin (2005): <i>Europ\u00e4isierung nationaler Politik<\/i>. In: Bieling, Hans-J\u00fcrgen\/ Lerch, Marika: <i>Theorien der europ\u00e4ischen Integration<\/i>. Wiesbaden: VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften.<\/li>\n<li>Beichelt, Timm (2009): Deutschland und Europa. Die Europ\u00e4isierung des politischen Systems. Wiesbaden: VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften.<\/li>\n<li>B\u00f6rzel, Tanja (1999): <i>Towards Convergence in Europe? Institutional Adaptation to Europeanisation in Germany and Spain.<\/i> Journal of Common Market Studies, vol. 39 (4).<\/li>\n<li>Ladrech, Robert (2010): <i>Europeanization and national politics.<\/i> Houndmills, Basingstoke, Hampshire: Palgrave MacMillan.<\/li>\n<li>Lawton, Thomas (1999): <i>Governing the Skies: Conditions for the Europeanisation of airline policy<\/i>. In: Journal of Public Policy. Heft 1.<\/li>\n<li>Radaelli, Claudio M. (2003): <i>The Europeanization of Public Policy<\/i>. In: Featherstone, Kevin\/ Radaelli, Claudio M.: <i>The Politics of Europeanization<\/i>. Oxford: Oxford University Press. S. 27-56.<\/li>\n<li>Risse, Thomas, James Caporaso, and Maria Green Cowles (2001): <i>Europeanization and Domestic Change. Introduction<\/i>. In: Green Cowles, Maria\/ Caporaso, James\/ Risse, Thomas: <i>Transforming Europe: Europeanization and Domestic Change. <\/i>Ithaca NY: Cornell University Press. S. 1-20.<\/li>\n<li>Vink, Maarten (2003): <i>What is Europeanisation? And Other Questions on a New Research Agenda.<\/i> In: European Political Science, vol. 1, S. 63-74. Online verf\u00fcgbar unter: http:\/\/www.essex.ac.uk\/ecpr\/publications\/eps\/onlineissues\/autumn2003\/research\/vink.htm (zuletzt gepr\u00fcft am: 30.03.14).<\/li>\n<li>Zandonella, Bruno (2009):<i> Pocket Europa. EU-Begriffe und L\u00e4nderdaten. <\/i>Bonn: Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung; online verf\u00fcgbar unter: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/nachschlagen\/lexika\/pocket-europa\/16687\/europaeische-integration\">http:\/\/www.bpb.de\/nachschlagen\/lexika\/pocket-europa\/16687\/europaeische-integration<\/a> (zuletzt gepr\u00fcft am: 30.03.14).<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Radaelli, Claudio M. (2003): <i>The Europeanization of Public Policy<\/i>. In: Featherstone, Kevin\/ Radaelli, Claudio M.: <i>The Politics of Europeanization<\/i>. Oxford: Oxford University Press. S. 32.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Beichelt, Timm (2009): <i>Deutschland und Europa. Die Europ\u00e4isierung des politischen Systems<\/i>. Wiesbaden: VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften. S. 21<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Vgl. Radaelli (wie Anm. 1), S. 27.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> Zandonella, Bruno (2009):<i> Pocket Europa. EU-Begriffe und L\u00e4nderdaten. <\/i>Bonn: Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung; online verf\u00fcgbar unter: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/nachschlagen\/lexika\/pocket-europa\/16687\/europaeische-integration\">http:\/\/www.bpb.de\/nachschlagen\/lexika\/pocket-europa\/16687\/europaeische-integration<\/a> (zuletzt gepr\u00fcft am: 30.03.14).<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> Auel, Katrin (2005): <i>Europ\u00e4isierung nationaler Politik<\/i>. In: Bieling, Hans-J\u00fcrgen\/ Lerch, Marika: <i>Theorien der europ\u00e4ischen Integration<\/i>. Wiesbaden: VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften. S. 293.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> Lawton, Thomas (1999): <i>Governing the Skies: Conditions for the Europeanisation of airline policy<\/i>. In: Journal of Public Policy. Heft 1. S. 94.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> Risse, Thomas, James Caporaso, and Maria Green Cowles (2001): <i>Europeanization and Domestic Change. Introduction<\/i>. In: Grenn Cowles, Maria\/ Caporaso, James\/ Risse, Thomas: <i>Transforming Europe: Europeanization and Domestic Change<\/i>. Ithaca NY: Cornell University Press. S. 3.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref8\">[8]<\/a> Vink, Maarten (2003): <i>What is Europeanisation? And Other Questions on a New Research Agenda<\/i>. In: European Political Science, vol. 1. S. 72. online verf\u00fcgbar: http:\/\/www.essex.ac.uk\/ecpr\/publications\/eps\/onlineissues\/autumn2003\/research\/vink.htm (zuletzt gepr\u00fcft am: 30.03.14).<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref9\">[9]<\/a> B\u00f6rzel, Tanja (1999): <i>Towards Convergence in Europe? Institutional Adaptation to Europeanisation in Germany and Spain.<\/i> Journal of Common Market Studies, vol. 39 (4). S. 574.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref10\">[10]<\/a> Vgl. Beichelt (Anm. 2), S. 13.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref11\">[11]<\/a> Vgl. Auel (Anm. 5), S. 296.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref12\">[12]<\/a> Ladrech, Robert (1994): S. 96. Zitiert nach: Radaelli (Anm. 1), S. 30.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref13\">[13]<\/a> Vgl. Auel (Anm. 5), S. 294.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref14\">[14]<\/a> Vgl. Radaelli (Anm. 1), S. 30.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref15\">[15]<\/a> Vgl. Auel (Anm. 5), S. 298.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref16\">[16]<\/a> Vgl. Radaelli (Anm. 1), S. 30.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bildnachweis:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/whirlpool\/4907521816\/in\/photolist-592W4k-4qmUV9-HWf6Z-HWf6X-HWf6B-8tBz7z-8tBWAH-8tC8W2-8tEnh7-8tEDjf-8tBeEv-8tBE9n-8tEu25-8tEkg7-8tETpQ-8tBhqX-8tC2mk-8tF7cY-8tEyL1-8tF21o-8tEp8W-8tCcH2-8tER6N-8tC6PZ-8tBfCz-8tENMm-8tBJRz-8tEVT9-8tBgua-8tFcoU-8tExpb-8tEszs-8tF5vW-8tEm5h-8tEJab-8tEr8U-4Vj31D-8h4oDF-4KCiTY-5c4ogX-9Ges5D-7bD5bv-24ywrx-iHkguT-4Ky44X-d4eAVN-4Ky3LR-bBqGHt-8VtFYx-d9BhTu\">Matt McNally Creative Commons Flickr |\u00a0aufgenommen am 13. 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