Hochstift Paderborn

Das „gebirgichte Westfalen“ kommt dran. Es geht in die Heimat. Vom Kloster Corvey und Höxter aus erlaufe ich mir die Region, wo ich meine gesamte Kindheit verbracht habe: das Hochstift Paderborn. Die erste Etappe geht nach Brakel. Die zweite Etappe nach Bad Driburg und zu guter letzt werde ich in meine Geburtsstadt Paderborn kommen. Anschließend werde ich den neuen Jakobsweg durch das Dorf meiner Großeltern Husen und das Kloster Dalheim ins Sauerland hinein laufen. Bis Paderborn gibt es einen gut dokumentierten Jakobsweg, mit Stempelstellen und Unterkunftverzeichnis. Ab Paderborn werde ich den neu markierten Weg Richtung Elspe im Sauerland gehen.

In der Abteikirche Corvey und in St. Kilian habe ich mich bereits bestempeln lassen. Es fehlt noch die St. Nikolaikirche. Weitere Stempelstellen: Bäckerei Wiegers gegenüber St. Maria Salome in Ovenhausen, am Bökendorfer Pilgerkreuz. In Brakel werde ich dann im Kloster Brede bei den Armen Schulschwestern übernachten. Stempeln werde ich dort und in der St. Michael-Kirche. Eventuell werde ich in der Gegend einen Tag länger bleiben, um den Bökerhof mit Literaturmuseum zu besuchen, wo Annette von Droste-Hülshoff zuerst von der Judenbuche hörte. Es gibt hier den kleinen Pilgerumweg „Kreuzweg-Allee“.  Auch Abstecher nach Rheder und Siddessen im Nethetal könnte ich aus familiären Gründen machen.

In Bad Driburg werde ich sicher die Pfarrkirche St. Peter und Paul besuchen (mit Stempelstelle). Dann geht es weiter nach Schwaney auf der Paderborner Hochfläche, mit der Stempelstelle in St. Johannes Baptist (alternativ bei Familie Benstein, Am Marktplatz 7). Und dann erreiche ich auch schon den ersten Vorort von Paderborn: Dahl, wenn St. Margaretha zur Messe geöffnet ist, gibt es auch dort einen Stempel. Ganz sicher werde ich einen Abstecher in meine Taufkirche Maria zur Höhe machen. Bisher habe ich viele mir gänzlich unbekannte mittelalterliche Städte besucht. Die Paderborner Geschichte kenne ich, Dr. Friedrich Gerhard Hohmann sei Dank, recht gut. Es wird seltsam, mich hier als Wanderer zu bewegen. Ich werde mich sicher auf die Stätten mit Pilgertradition konzentrieren. Allen voran werden ich den Hohen Dom mit dem Paradiesportal, dessen Vorhalle vermutlich als Schlaf- und Speiseraum für die Jakobuspilger im Mittelalter diente. In der Kathedrale habe ich viele Male im Domchor gesungen. Im Kunstunterricht musste ich das Paradiesportal beschreiben. Von der Pilgertradition wusste ich damals nichts, nun bekomme ich einen Überblick. Stempel gibt es im Dom, im Diözesanmuseum und im IN VIA Meinwerk-Institut. Übernachten werde ich familiär, sicher ohne Stempel.

Und dann geht es nach Süden über den neu erschlossenen Jakobsweg von Paderborn nach Elspe über Husen und Kloster Dalheim nach Marsberg, wo ich die Bahn zurück nach Berlin nehmen werde. Die 40 Kilometer von Paderborn nach Marsberg werde ich wahrscheinlich mit einer Übernachtung unterbrechen. Warum nicht in Husen oder in der Nähe vom Kloster Dalheim? Die Gegend wird vom Pastoralverbund Lichtenau betreut.

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