Vom Sauerland über Köln hinaus

Vom Sauerland über Köln hinaus

Es ging in das heilige wie libertäre Köln! Die 146 km dieser Etappe (von bereits 790 km seit Berlin) führten mich vom Sauerland, über das Bergische Land in die Kölner Bucht. Zu Fuß wurden mir die Unterschiede bewusst, die heute noch immer von den Kleinstterritorien des Heiligen Römischen Reiches geprägt sind, getrennt in Kölschtrinker, Schalkefans, Land-, Arbeiter-, Mittelstandswirtschaft und natürlich ungläubige, katholische und lutherische Kulturräume. Nordrhein-Westfalen halt. Aber der Reihe nach. In Grevenbrück bei Lennestadt ging es los. Es ging über die „Heidenstraße„, die ich seit Elspe ging! Weiterhin verlief dieser mittelalterliche Handelsweg über die unvermatschbaren Hügelkuppen des Sauerlandes. Ab Grevenbrück lief ich zunächst nach Attendorn. Noch erinnerte mich der Weg an das Hochsauerland, mit den vielen Bildstöcken und Kapellen. In Attendorn nahm mich die Johannes-Baptist-Gemeinde mit ihrem überaus freundlichen Pastor Neuser auf. Er hatte mich „reingelegt“ und mir nicht davon erzählt, dass meine „Lagerstätte“ ein tolles Zimmer im barocken Pfarrhaus war. Trotz Sommerferien schien das Gemeindeleben sehr lebhaft, wie schon früher in Giershagen platzte ich ein eine Gemeindesitzung. Der Pastor war selbst mal Pilger in Spanien. Er bestätigte aber, dass nicht so viele Pilger über die Jahre in Attendorn angeklopft hätten. Schade, sie verpassen echte Gastfreundschaft, inklusive Morgenkaffee und Lokalzeitung.

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Meinerzhagen, Marienheide, Rösrath und dann in die Domstadt… anschließend weiter über die „Via Coloniensis“ nach Brühl und dann zurück mit dem Zug nach Berlin.