
Dank St. Willibrord wurde dieser keltische Hinkelstein zu einem Pilgerziel, kurz vor Luxemburg. Das Fraubillenkreuz.Â
Es wurde meine letzte groĂe Strecke in Deutschland, bevor es ĂŒber Schengen nach Lothringen gehen soll. Meine letzten 236 Kilometer auf meinem Jakobsweg von Berlin nach Santiago de Compostela begannen in Weilerswist in der Kölner Bucht. Auf der „Via Coloniensis“ wanderte ich durch die Eifel bis Trier, mit einem kurzen „Echternacher Sprung“ nach Luxemburg. Wie erhofft, habe ich in Corona-Zeiten den Kopf frei bekommen. Der Camino war relativ einsam, mit einer ausbaufĂ€higen Pilgerinfrastruktur, aber vielen positiven Ăberraschungen. Viele katholische Gemeinden sind sehr gut auf Jakobspilger eingerichtet. Genau wie ich es geahnt habe, traf ich keine Mitpilgerinnen oder -pilger. Lag es an Corona, oder an einem abnehmendem Hype? Immerhin folgte mir ein PĂ€rchen einen Tag hinter mir. Seit Berlin war es noch viel StĂŒckwerk, mit vielen positiven Ăberraschungen. Wie erwartet wurde es landschaftlich und konfessionell eine Ă€hnliche Strecke wie im Sauerland und im Hochstift Paderborn. Aber als Westfale genoss ich die spĂŒrbar menschliche Offenheit mit der einnehmenden rheinischen und moselfrĂ€nkischen Mundart. Irgendwann habe ich auch die Kölsch/Bitburger-Grenze ĂŒberschritten und am Schluss natĂŒrlich die Weinbaugrenze. Römerreste begleiteten mich ohnehin schon seit Köln, fulminant kulminierend in der alten Kaiserstadt Trier. Wieder eine Premiere: ich werde eine unbekannte Landschaft und neues Weltkulturerbe in der Region kennen lernen. Mit Echternach und Trier warten auf mich die Ă€ltesten StĂ€dte Luxemburgs und Deutschlands. Spirituell dĂŒrfte es in vielen Messen und Kirchen, aber ganz besonders in der Natur werden. Helden am Wege gab es aber auch in der Eifel und vor allem in Luxemburg. Wunderbar!Â







